Plattenlabels sichern KI-Lizenzrechte und investieren in AI-Musikunternehmen
Key Takeaway
Die großen Plattenlabels haben in kurzer Zeit weitreichende Lizenzverträge mit AI‑Musikfirmen geschlossen, um die Bedingungen für KI‑generierte Musik und synthetische Stimmen selbst zu bestimmen und sich gleichzeitig Beteiligungen an diesen Technologieunternehmen zu sichern.
Summary
- Im November 2023 veröffentlichte die Branche drei wegweisende Lizenzvereinbarungen innerhalb einer Woche; die Labels nahmen den Kontrollverlust von der Konkurrenz in die Hand.
- Die Verhältnisse haben sich vom Widerstand gegen KI zur Kooperation umgeschlagen, wobei die Labels das Spielfeld nun mit eigenen Interessen in Richtung Beteiligungen an AI‑Unternehmen (Equity) und Lizenzgebühren neu gestalten.
- Die Hauptakteure, die in den Diskurs eingebunden wurden, sind: Alairé Jameson (LinkedIn): kritisiert die Lizenzierung als „legale Erschöpfung“ und warnt, dass Künstler dort wenig zu verlieren haben.Scott Cohen (Co‑Gründer von The Orchard): betont, dass die Labels nicht auf die Nutzung von KI aufgegeben haben, sondern die Kontrolle durch die Lizenzverträge sichern.Lance Goldberg (The Partner Fund): sieht das Hauptziel der Labels darin, nicht nur zukünftige Lizenzgebühren, sondern auch Eigenanteile an AI‑Tech‑Firmen zu gewinnen.Adrian Fu (Altea Hong Kong): weist darauf hin, dass die Vertragsverhandlungen ursprünglich dazu dienten, bessere Konditionen zu erzielen, und ruft Künstler auf, sich solidarisch zu zeigen.Amanda Denery (Musik‑Royalty‑Beraterin): betont, dass Mikrozahlungen selten Künstler:innen zugutekommen und dass fehlende Quellen‑Attribution ein graves Problem darstellt.Sean Peace (Kryptomarktspezialist): hebt die Chance hervor, dass KI die bestehenden Kataloge durch Trainingsgebühren, derivative Nutzung und Sprachmodelle erneut monetarisieren kann, jedoch noch unklar ist, ob dies die Marktwerte nachhaltig verändert.
Hauptakteure
- Alairé Jameson (LinkedIn): kritisiert die Lizenzierung als „legale Erschöpfung“ und warnt, dass Künstler dort wenig zu verlieren haben.
- Scott Cohen (Co‑Gründer von The Orchard): betont, dass die Labels nicht auf die Nutzung von KI aufgegeben haben, sondern die Kontrolle durch die Lizenzverträge sichern.
- Lance Goldberg (The Partner Fund): sieht das Hauptziel der Labels darin, nicht nur zukünftige Lizenzgebühren, sondern auch Eigenanteile an AI‑Tech‑Firmen zu gewinnen.
- Adrian Fu (Altea Hong Kong): weist darauf hin, dass die Vertragsverhandlungen ursprünglich dazu dienten, bessere Konditionen zu erzielen, und ruft Künstler auf, sich solidarisch zu zeigen.
- Amanda Denery (Musik‑Royalty‑Beraterin): betont, dass Mikrozahlungen selten Künstler:innen zugutekommen und dass fehlende Quellen‑Attribution ein graves Problem darstellt.
- Sean Peace (Kryptomarktspezialist): hebt die Chance hervor, dass KI die bestehenden Kataloge durch Trainingsgebühren, derivative Nutzung und Sprachmodelle erneut monetarisieren kann, jedoch noch unklar ist, ob dies die Marktwerte nachhaltig verändert.
Fokus heute: Controlled Licensing
Die Labels sichern sich Lizenzrechte, stellen aber gleichzeitig vertraglich die Bedingungen für KI‑Training‑Nutzung fest.
Künstliche Stimmen (voice‑cloning)
Entstehen als neues Einnahme‑Layer; bisher gibt es keine standardisierte Royalty‑Regel, doch Unternehmen wie ElevenLabs arbeiten bereits mit Kobalt Music und Merlin Network zusammen.
Quellen‑Attribution
Die Lizenzvereinbarungen beinhalten keine klare Mechanik zur Quellen‑Attribution, wenn AI‑Produkte auf bestehenden Songs basieren – ein Punkt, der zukünftig für die Künstler:innen ungeklärt bleiben könnte.
Regulatorische Anforderungen
Diskussion betont, dass aktuelle Royalty‑Systeme zu starr sind, um mit der Geschwindigkeit und dem Umfang von KI‑Generierung Schritt halten zu können; regulatorische Anforderungen könnten zukünftig Transparenz und Reporting für AI‑Produkte bestimmen.
Wirtschaftlicher Impact
Obwohl das Potential für zusätzliche Einnahmen besteht, bleibt der kurzfristige Einfluss auf die Marktbewertungen gering; ein „incremental“ statt „transformative“ Wachstum wird erwartet.
Weiterführende Fragen
Welche Rolle spielen KI-Entwicklungsfirmen bei den neuen Lizenzverträgen mit den großen Plattenlabels?
Wie könnten die fehlenden Quellen‑Attributionsmechanismen die Rechte der Künstler künftig beeinflussen?
Was sind die wichtigsten rechtlichen Risiken für Labels, wenn sie Anteile an AI‑Musikunternehmen halten?
Quelle: https://altea.circle.so/c/knowledge/ai-music-licensing-is-here-now-what
