Evochora – Ein forschungsorientierter, vollständig eingebetteter ALife‑Simulator
Key Takeaway
Evochora ist ein forschungsorientierter, voll eingebetteter ALife‑Simulator, der die Entstehung von Komplexität in einer speicher‑ und energiebeschränkten, räumlich orientierten Umgebung untersucht – ohne externe Belohnungen oder globale Culling.
Summary
Zielsetzung
- Erforschung, unter welchen Bedingungen emergente, zunehmende Komplexität ohne globale Culling oder task‑basierte Belohnungen entstehen kann.
- Inspiration aus der „Boring Billion“-Phase der Erdgeschichte: Energiegrenzen als Hauptbarriere.
Grundlegende Eigenschaften
- Vollständig in einer eigenen virtuellen Maschine (VMS) Laufzeit, die n‑dimensionale Räume unterstützt.
- Organismen sind vollständig embodiment – sie besitzen ein internes Speicherformat, Energieverbrauch und Interaktion mit einer räumlichen Umgebung.
- Keine externen Aufgaben oder Belohnungen; nur physikalische bzw. energetische Dynamiken bestimmen Überleben und Reproduktion.
Vorteile gegenüber anderen Plattformen
- Im Vergleich zu Tierra oder Avida: Fokus auf physikalische Umgebung statt Aufgabe‑basierten Reward‑system oder globalem Culling.
- Trennung von heißer Ausführung (Rechenkern) und kalter Datenverarbeitung (Analyse‑Pipeline) → effizientere Experimente und Skalierbarkeit.
Technische Implementierung
- Custom Assembly (EvoASM) für Primordiale Organismen, kompiliert mit mehrstufiger, plugin‑erweiterbarer Compiler‑Pipeline.
- Hot/Cold Architecture: schnelle Simulationen, danach Analyse-Pipeline.
- Web‑Frontends ermöglichen Live‑Demo im Browser (keine Installation nötig).
- Unterstützt sowohl Desktop‑ und Web‑Builds, CI/CD über GitHub Actions.
Dokumentation & Community
- Umfangreiche README, AGENTS.md, Contributng‑Guide und Roadmap.
- MIT‑Lizenz, Discord‑Community, Issues, Pull‑Requests aktiv.
- Schnellstart‑Guide verfügbar (Jump to Quick Start).
- Bietet Open‑Source‑Recherche‑Tools für komplexe ALife‑Experimente.
Weiterführende Inhalte
- Architekturdokumente: Compiler, Runtime („Digital Physics“), Datenpipeline, Web‑Frontends.
- User‑Guide: Konfiguration, CLI, lokale Entwicklung, Dev‑Builds.
- Roadmap für Plattform‑Engineering (z. B. Parallelisierung, neue Features).
- Aktive Einladungen zur Kollaboration und Kommentierung.
