Software Engineering in 2026: Neue Bottlenecks und LLM‑Betrieb
Key Takeaway
Die Hauptbottlenecks der Software‑Entwicklung verschieben sich von der Codierung hin zu Infrastruktur‑Abstraktionen, CI‑Qualität, menschlicher Code‑Review und der Definition von klaren Abgrenzungen zwischen Systemschichten.
Summary
- Kostenreduktion durch LLMs
- Grenzniedrigere Kosten pro Zeile hochwertiger Codeerstellung.
- Coderegeln und Unit‑Testen werden von LLMs unterstützt, ohne dass menschliche Entwickler Zeit verlieren.
- Veränderung der Aufgabenbereiche
- *Bauen*: Kostengünstiger, insbesondere für Produkt‑Teams (Frontend).
- *Evolvieren*: Vereinfachte Migrationen, Sprach‑ und Systemübersetzungen.
- *Betreiben*: Geringer Einfluss bislang; Betrieb und Incident‑Debugging profitieren zukünftig von LLM‑Copiloten.
- Infrastruktur‑Abstraktionen
- Schnellere Bereitstellung von Binaries, Rollbacks, Self‑Service‑CLI/API.
- Fokus auf Kerninfrastruktur: Monitoring, Logging, Incident‑Management, Feature‑Flags, Releases, Autoscaling, Orchestrierung, Workflow‑Engines, Konfiguration, Caching, Networking.
- Continuous‑Integration (CI)
- Steigende Bedeutung von Qualität und Geschwindigkeit.
- Einsatz von Property‑Testing, formaler Verifikation, exhaustive test coverage von LLM.
- Menschlich geführte Abstraktionen
- Klare Module, Bibliotheks‑Interfaces, Verträge zwischen Infrastruktur und Produkt.
- Vermeidung von spaghetti‑Code bei unscharfen Grenzen.
- Code‑Review als neuen Engpass
- Automatismen (Lint, Pre‑commit LLM‑Checks) vorrangig bei Stil.
- Menschliche Bewertung auf Entscheidungs‑ und Sicherheitsebenen (Interface‑Änderungen, sensibles Daten‑Handling, Performance‑Critical Code).
- Junior‑Entwickler müssen frühzeitig „Review‑Taste“ entwickeln, obwohl weniger Schreiben.
- Projekt‑Schätzungen und LLM‑Änderungen
- Variable Schätzungen je nachdem, wie viel Aufgabe LLM‑fähig ist.
- Hohe‑Wert‑Projekte liegen oft außerhalb der LLM‑Nützlichkeit, benötigen Kontext und tiefes Systemwissen.
- Build‑vs‑Buy‑Entscheidungen
- Marginale Kostenreduktion könnte Building von UI‑Übersetzungen begünstigen.
- Infrastruktur‑as‑a‑Service, Compliance‑as‑a‑Service bleiben weitgehend unverändert.
- Offene Fragen
- Notwendigkeit von manueller Zeilen‑review, Einsatz von LLM‑Copiloten im Incident‑Debugging, Auswirkungen von 100x/faster, 1000x/cheaper Modellen.
- Optimierung von LLM‑Assistenz („Add bits to beat slop“) und deren Skalierbarkeit.
Related queries
- Wie können klare Infrastruktur‑Abstraktionen die Effizienz bei der Nutzung von LLM‑Tools steigern?
- Welche Rolle spielt formale Verifikation bei der Sicherstellung von LLM‑generiertem Code?
- Wie sollte die Balance zwischen automatisierter Code‑Review und menschlicher Entscheidungsfindung gestaltet sein?
Quelle: https://benjamincongdon.me/blog/2025/12/29/Software-Engineering-in-2026/
