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Versteckte Datenpreise: Warum Transparenz in der Datenwirtschaft entscheidend ist

Der Artikel beleuchtet die verdeckte Preisbildung von Daten und betont die Notwendigkeit einer transparenten Preisgestaltung, um Verbraucher zu aktivieren und faire Marktbedingungen zu schaffen.

Key Takeaway

Daten haben einen versteckten, nicht sichtbaren Preis; die einzige Möglichkeit, Verbraucher zu aktivierender Datenlieferanten zu machen, besteht darin, Transaktionen zu entpacken und die Datenpreisgestaltung transparent zu machen.

Summary

  • Konzept der verdeckten Datenpreisbildung – Daten entstehen automatisch durch digitale Aktivitäten (Suche, Klick, Location). Ihr Wert ist weder im Markt sichtbar noch in den Produktionskosten enthalten. Unternehmen nutzen die Daten, um ihre Gewinne zu steigern, indem sie Kunden zu mehr Transaktionen bewegen, was wiederum die Datenmenge erhöht.
  • Bundelung von Waren/Diensten und Datendownload – Verbraucher erhalten weder den Preis noch die Datenrechte getrennt. Durch Bundling ist es für Nutzer unmöglich, den Gegenwert ihrer Daten zu kennen. Dies führt zu einem ungleichen Machtverhältnis, wobei Unternehmen von den Daten profitieren, ohne den Marktpreis offenzulegen.
  • „Unbundling“ als regulatorischer Ansatz – Forderung, dass Unternehmen sowohl den Preis für das Produkt als auch die Preisgestaltung für die Nutzung der damit erfassten Daten separat angeben. Möglichst würde dies den Verbrauchern erlauben, informierte Entscheidungen zu treffen (z. B. Datenweitergabe nur bei ausreichendem Rabatt). Ermöglicht die Entwicklung einer transparenten Datenwirtschaft.
  • Methoden zur Messung des Datenwerts – Marktpreis‑Ansatz, Ertrags‑Ansatz, Komplementäre Inputs‑Ansatz, Korrelation‑Verhaltens‑Ansatz, Kosten‑Accounting‑Ansatz.
  • Herausforderungen und Chancen – Keine einzelne Methode deckt alle Dimensionen des Datenwerts ab. Messung ist immer unvollständig, aber notwendig für fundierte Politikgestaltung. Daten können als „kostenlose Ressource“ fungieren, die von Tech-Giganten ohne angemessene Vergütung genutzt wird.
  • Politische Implikationen – Notwendigkeit, die Datenpreisgestaltung gesetzlich zu regulieren, um Transparenz zu fördern und faire Marktbedingungen zu schaffen. Erfordernis, Daten als Wirtschaftsgut buchhalterisch zu erfassen, um Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen. Förderung von Forschung zu innovativen, praxisnahen Messwerkzeugen, die insbesondere kleine Unternehmen unterstützen.

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Quelle: IMF