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KI-Generierte Texte lassen sich stilistisch noch unterscheiden

Eine aktuelle Studie der University College Cork, geleitet von Dr. James O’Sullivan, hat untersucht, ob künstliche Intelligenz Texte produziert, die von menschlichen Autoren nicht mehr zu unterscheiden sind. Die Untersuchung zeigte, dass KI‑Texte trotz ihrer fortgeschrittenen Fähigkeiten noch erkennbare stilistische Merkmale besitzen, die sie eindeutig von menschlichen Schreibstilen unterscheiden.

  • Die Studie nutzt literarische Stylometrie, um die Schreibstile von Menschen und großen Sprachmodellen wie ChatGPT, GPT‑3.5, GPT‑4 und Llama 70B zu vergleichen.
  • Ziel: Prüfen, ob KI‑Texte von Menschen nicht mehr zu unterscheiden sind, besonders in kreativen Prosa.
  • Analyse von Hunderten kurzer Geschichten (von Menschen geschrieben vs. KI generiert) untersucht subtile linguistische Marker: Wortfrequenz, Rhythmus, Ausdrucksvielfalt.
  • Ergebnisse: KI‑Texte zeigen eine sehr enge, einheitliche Stilistik; jedes Modell bildet ein kompaktes Cluster in der stylometrischen Visualisierung.
  • Menschliche Texte weisen eine weitaus größere Variation, Ausdrucksreichtum und Individualität auf.
  • GPT‑4 ist noch konsistenter als GPT‑3.5, bleibt aber deutlich von menschlichem Schaffen abgehoben.
  • Der Artikel betont, dass KI zwar elegante, kohärente Inhalte produziert, dabei jedoch stilistische „Fingerabdrücke“ trägt, die ein Erkennen ermöglichen.
  • Einschränkungen: Stylometrie eignet sich nicht als Prüfungswerkzeug zur Beurteilung von Studentenarbeiten, da Schreibstile stark von Aufgaben, Kontext und persönlichem Hintergrund beeinflusst werden.
  • Die Studie unterstreicht ethische und philosophische Fragen, die sich aus der Möglichkeit der automatisierten Literaturerstellung ergeben – Authentizität, Originalität und der Sinn von Autorenschaft.
  • Professor John F. Cryan applaudiert der Forschung als Beispiel für interdisziplinäre Arbeit und hebt die Bedeutung von KI‑ und Datenanalysen im 21. Jahrhundert hervor.
  • Veröffentlichungsdetails: In Nature – Humanities and Social Sciences Communications (DOI: 10.1057/s41599‑025‑05986‑3) publiziert.

Quelle: University College Cork.