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Die Rolle der japanischen Supercomputer-Forschung in der Entwicklung des globalen Internets

Die japanische Supercomputer‑Initiative in den 1980er Jahren bot die notwendige technologische und finanzielle Impulse, die das Internet von einem ausschließlich militärischen Forschungsnetzwerk (ARPANET) zu einem globalen, kommerziell nutzbaren System entwickelten.

Key Takeaway

Die japanische Supercomputer‑Initiative in den 1980er Jahren bot die notwendige technologische und finanzielle Impulse, die das Internet von einem ausschließlich militärischen Forschungsnetzwerk (ARPANET) zu einem globalen, kommerziell nutzbaren System entwickelten.

Summary

  • ARPANET (1969–1976)
    • Ursprünglich ein US-Militärforschungsnetz, begrenzte Zugänge auf DoD‑Aktionen.
    • Einführung der Paketvermittlung (Packet Switching), Inspiration für spätere Netzwerke.
    • Wachstum von 4 Knoten (1969) auf 213 Knoten (1981), etwa ein neuer Knoten alle 20 Tage.
    • Hauptnutzer: E‑Mail- und Datenweiterleitung in Forschungslaboren.
  • Andere frühe Netzwerke
    • UK: Donald Davies entwickelte unabhängige Paketvermittlung, NPL nutzte sie in den 1970er Jahren.
    • Frankreich: CICHLES (1972) – staatlich gefördertes Paketnetz, verbunden mit NPL.
    • Konflikte mit Monopol‑Telekommunikationen hinderten breite Adoptions.
  • BBS und kommerzielle Dienste
    • Bulletin Board Systems (1979) – private Server, Zugang per Modem, Tausende von BBS in den 80er–90er Jahren.
    • Kommerzielle Dienste wie Compuserve, Prodigy, America Online boten E‑Mail, Chatrooms, Ticketbuchung.
    • Compuserve erreichte 10 000 Abonnenten 1981, 130 000 1984.
  • Entwicklung japanischer Supercomputer (1975–1989)
    • New Series 1976: Kooperation Hitachi, Fujitsu, NEC, Oki; Ziel, IBM System 370 herauszufordern.
    • Technische Schwerpunkte: Emitter‑coupled logic, Vektorverarbeitung → Basis für Supercomputer‑Forschung.
    • 1981 gegründetes National High‑Speed Computer Project (Supercomputer‑Projekt): 23 Mio. Yen Gesamtbudget ($100 Mio.) über 8 Jahre, Ziel 10 Billion FLOPS im Jahr 1989.
  • Forschungsfokus
    1. Galliumarsenid – hoher Elektronenmobilität, später genutzt bei Cray 3.
    2. HEMTs (High‑Electron‑Mobility Transistor) – heterokonstruktion, 10–20× höhere Mobilität als Silizium.
    3. Josephson‑Junctions – Supraleitende Schichten, Quanten‑Tunnel.
  • Technische Durchbrüche
    • Parallelarchitektur und spezialisierte Software für Supercomputer.
    • 1987‑89 Integration von 3 Kerntechnologien; Leistungsvoranschlag: 630 Mio. FLOPS.
  • Wettbewerb und Auswirkungen
    • Cray/Control Data senkten Preise als Reaktion.
    • Japanische Systeme erregten internationale Aufmerksamkeit; Fünfter (sic?) Projekt in Pittsburgh, Hinweis auf globale Vernetzung.

Related queries

Wie trug die japanische Supercomputer‑Forschung zur Entstehung des globalen Internets bei?
Welche Kerntechnologien wurden im japanischen Supercomputer-Projekt entwickelt und warum waren sie entscheidend?
Was war der Einfluss von ARPANET’s Paketvermittlung auf die Entwicklung späterer kommerzieller Netzwerke?

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=6P8_72cNZ8k